Hautschäden nach Strahlenunfällen
Am Beispiel verschiedener Strahlenunfälle der letzten vier Jahrzehnte, unter anderem dem Tschernobyl Unfall, lässt sich zeigen, dass die Schadensspektren z.B. nach Kernkraftwerksunfällen anderen Gesetzmäßigkeiten folgen als nach Atombombenabwürfen. Im Vordergrund stehen Kontamination bedingte Wirkungen auf die Haut, die als kutanes Strahlensyndrom beschrieben werden und völlig andere diagnostische und therapeutische Algorithmen benötigen. Therapeutisch und präventiv steht die Dekontamination an erster Stelle (Entfernen kontaminierter Kleidung, Reinigen der Hautoberfläche mit lauwarmem Wasser unter Beigabe von Syndets), dann gefolgt von entzündungshemmenden Externa. Im weiteren Verlauf steht vor allem die Behandlung der chronisch progredienten Strahlenfibrose im Vordergrund.